Marco Quotschalla
geb. 25.07.1988


Regionalliga West
DFB-Pokal
Niederrheinpokal
Saison
 2011/12
9/1
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gesamt 9/1
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Mit Quotschalla und viel Zuversicht in die Rückrunde

Quelle: Westdeutsche Zeitung vom 20.01.2012

Vor dem Rückrundenstart am Samstag bei Fortuna Düsseldorf II hat der Regionalligist noch einen Stürmer verpflichtet.

Noch vor wenigen Tagen war der Name Marco Quotschalla bundesweit in einer großen Boulevardzeitung zu lesen. In der Diskussion um die Verpflichtung immer jüngerer Spieler durch Bundesliga-Vereine, wurde der inzwischen 23-jährige als frühestes Beispiel genannt. 2001 hatte der 1. FC Köln dem D-Jugend-Talent einen Acht-Jahres-Vertrag gegeben. Dass ein so früher „Vorschuss“ nicht unbedingt für eine große Karriere bürgt, lässt sich an der Laufbahn Quotschallas ablesen. Nach vielen Stationen mit Höhen (zwei Bundesliga-Kurzeinsätze für Alemannia Aachen) und Tiefen hofft Quotschalla, nun beim Wuppertaler SV sein sportliches Glück zu finden.

Bei Schalke II erst Kapitän, dann als zu alt aussortiert

Quotschalla, der vergangene Saison Kapitän der Schalker Regionalliga-Elf war, aktuell dort aber im Zuge der Umstrukturierung auf jüngere Spieler nur noch zu elf Kurzeinsätzen kam, erhielt am Mittwoch einen Eineinhalb-Jahres-Vertrag am Zoo. Er ist die angekündigte Neuverpflichtung vor dem Start in die Rückrunde am Samstag bei Fortuna Düsseldorf II (14 Uhr, Flinger Broich).

„Hans-Günter Bruns hat sich sehr um mich bemüht. Ich halte viel von ihm als Trainer. Außerdem ist der WSV ein ambitionierter Verein, mit dem ich zurück in den Profifußball will“, sagt der 1,84 Meter große Stürmer.

„Er ruft auf dem Platz immer alles ab, ist sehr beweglich und fußballerisch top ausgebildet, ein ziemlich kompletter Spieler“, lobt Bruns den Neuzugang. Er ist froh, dass diese Personalie unter Dach und Fach ist. Schließlich ist der WSV im Sturm knapp besetzt, nachdem Jerome Assauer und Bekim Kastrati (noch kein neuer Verein) im Winter abgegeben wurden, und schließlich will Bruns nicht den Eindruck aufkommen lassen, die Rückrunde habe bei 16 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Lotte keinen sportlichen Wert mehr.

„Die Leute müssen merken, dass sich hier etwas tut.“

Hans-Günter Bruns, WSV-Trainer

„Wir wollen so viele Punkte wie möglich holen, kurzfristig auf Platz vier und in der nächsten Saison dann ganz oben angreifen“, sagt Bruns. „Die Leute müssen endlich merken, dass sich beim WSV etwas tut.“

Dass er die Verhandlungen mit Quotschalla geführt hat, weil Sportvorstand Jörg Albracht seit Wochen krank ist, sei für Bruns kein Problem gewesen. „Ich kenne das ja aus Oberhausen, wo ich beide Positionen bekleidet habe.“ Spekulationen, ob das eine Dauerlösung werden könnte, wollen Bruns und Finanzvorstand Lothar Stücker nicht kommentieren. „Fakt ist, dass Jörg Albracht ernsthaft erkrankt ist, und nicht absehbar ist, wann er zurückkommt“, sagte Stücker.